"Müssen den Begriff ausradieren"

Innenminister wettert gegen E-Sport

 

Über die Anerkennung von E-Sport als Sport wird viel diskutiert, die Bun­des­regierung hat im Koalitionsvertrag konkrete Maßnahmen zur Aner­ken­nung und Unterstützungen beschlossen. Jetzt schießt der hessische In­nen­minister mit scharfen Worten gegen diese Absichten: E-Sport müsse klar von klassischen Sportarten getrennt werden, den Begriff müsse man "ausradieren".

E-Sport ist ganz sicher kein Sport, geht es nach dem hessischen Innenminister

Was ist Sport? Diese prinzipielle Frage wird gerade im Bezug auf professionellen E-Sport immer wieder laut diskutiert. Die Bundesregierung hat mit ihren Plänen hier klar Stellung bezogen: CDU/CSU und SPD hatten im Koalitionsvertrag die Absicht erklärt, dass man eine Anerkennung von E-Sport im Vereins- und Verbandsrecht anstrebt, und auch bei der Schaffung von olympischen Perspektiven Hilfestellung leisten wolle. Der hessische Innenminister Peter Beuth stemmt sich jetzt mit scharfen Worten gegen diese Absichten.

Die E-Sport-Szene stöhnt

In der E-Sport-Szene sorgt der hessische Innenminister mit seinen Aussagen für Unverständnis. "Diese unangemessene Wortwahl (...) hat mit einer sachlichen Debatte nichts mehr zu tun. Diese Rhetorik treibt einen Keil in den Dialog mit dem Sport. Unfassbar!", kommentiert Hans Jagnow vom E-Sport-Bund Deutschland (ESBD) auf Twitter. Auch Ralf-Rainer Klatt, der Vizepräsident des hessischen Landessportbundes, wünscht sich hier mehr Feingefühl. E-Sport müsse als "Teil des Digitalisierungsprozesses unserer Gesellschaft" betrachtet werden, "der eben auch im Sport angekommen ist".

 

Quelle


Raknaks   29. November 2018    12:13    Allgemein    0    948
e-sport

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